nach dem Web 2.0

ben_ hat sich gerade gefragt, wo die autonomen Agenten bleiben. Diese Agenten sollen eines Tages asynchron im Netz Probleme lösen. Sie laufen also nicht auf dem eigenen Rechner oder einem Server, sie reisen ungebunden durch das Netz, um mir irgendwann die Lösung einer ihnen gestellten Aufgabe zu präsentieren.
So die Idee vor etwa fünf Jahren, als es im kommunikationswissenschaftlichen Seminar um die Zukunft des Netzes ging. Vor wenigen Jahren, als das Web 2.0 noch jung und unberührt war, dachte ich, dass diese Agenten das Web 3.0 ausmachen würden. Ben_s Frage, die sich auch mir beim Lesen seines Posts stellt ist, warum hat noch niemand mit der Programmierung angefangen?
Ich vermute, dass die Zeit noch nicht reif dazu ist.
Bislang versuche ich, meine Fragen selbst zu beantworten. Dazu besuche ich unzählige Seiten, mache dutzende Klicks, lerne dabei Nutzloses und Neues kennen.
Der Agent würde still vor sich hin recherchieren. Er würde andere Agenten fragen, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht, an wen er sich wenden könne – und würde irgendwann mir die eine Antwort präsentieren.
Ohne dutzende Klicks.
Ohne all die Anzeigen auf diesen Seiten, die Buchangebote zum Thema, oder den CDs, die Menschen gesucht haben, die auch nach einer Antwort auf meine Frage gesucht haben. Wir wissen einfach nur noch nicht, wie man damit Geld verdienen soll…