MySQL-Server-Hardware

Wir brauchen einen neuen MySQL-Server. Schnell soll er sein – und allein. Er soll alle MySQL-Datenbanken, die irgendwo auf unseren Servern laufen, auf sich vereinen.
Schnell soll er sein, ein Quadcore. Auf ihm soll ein 64-bit Debian laufen – wir wollen ja schließlich mehr als 3GB RAM benutzen können. Aber wieviel RAM ist denn nun richtig?
It depends. Sind die gängigen Anworten, Ausprobieren scheint ein guter Tipp. Sinnvoll erscheint mir folgende Überlegung: Beläuft sich der Speicherbedarf meiner Datenbanken auf sagen wir knapp 16 GB, dann sind 16 GB RAM gut – weniger hieße, dass Querys, die einen Tablescan erfordern, auf die Festplatte zugreifen müssten. 32 GB würden in diesem Fall die Geschwindigkeit nicht erhöhen.
Interessant finde ich die Aussage, dass es bei einer 100GB-Tabelle egal ist, ob das System mit 32GB oder 16GB aufwartet.
Wir werden erstmal klein starten, denn guter RAM ist teuer…

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so nicht

Für unsrere alles abwickelnde Datenbank suchen wir eine neue Hardware. Sowas kostet einiges an Geld, das die namhaften Hersteller scheinbar nicht haben wollen. Während man sich bei HP in unterschiedlichsten Übersichtsseiten verirrt und nicht versteht, warum ein eigentlich leeres Gehäuse mit Prozessor schon knapp 3000€ kosten soll.
Bei Dell kann man nahezu jede Schraube selbst hinzufügen und wieder entfernen, wird aber bei der Auswahl einzelner Komponenten allein gelassen. Woher soll ich denn wissen, ob ich den Perc i/5 oder Perc i/6 nehmen soll und worin die sich unterscheiden? Und warum kann ich nicht 4 gleiche Festplatten einbauen, wenn ich das doch ausdrücklich soll?
Wirklich menschenverachtend aber geht Siemens-Fujitsu vor. Layout und Farbgebung der Seiten zeigen ganz klar: Professionalbereich. Hier ist nichts geschönt. Dafür gibts aber alles zweimal. Einmal finde ich meine Primergy-Server unter „Aktionsmodelle“. Dort gibt es zu jedem Modell die Möglichkeit, den Server zu konfigurieren. Gequält lädt sich ein Tool, das sich hundertfach bestätigen lässt, mich darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass mein Browser zu neu ist, um es anzeigen zu können. Schließlich zeigt er es doch – es entpuppt sich als absolut nutzlos. Unter „Industry standard servers“ finde ich nochmal die Primergy-Server und dort lädt sich nach Klicken des „Konfigurieren“-Links gequält ein pdf, das komplett unverständliches Zeug mit vielen Xsen an Stellen, wo eigentlich Zahlen hingehört hätten enthält.

Dass man seine Internet-Präsenz ein wenig vernachlässigt kann ich ja verstehen, wenn man als kleiner Steinmetz Grabsteine verkauft. Als weltumspannendes milliardenschweres Unternehmen, das Innovation und Fortschritt mit jedem Buchstaben ihrer Seite herausbrüllen sollte, ist es mir komplett unverständlich, was hier passiert ist. Da ist die Usability eines viertklassigen Didlmaustassenonlineshops um Klassen besser.