Android und Windows 7

Als google seinen Browser Chrome veröffentlicht hatte, sprachen alle von einer offenen Feindschaft zwischen google und Microsoft.

Ich sitze nun vor meinem eee-PC und überlege, welches Betriebssystem ich draufspiele, während deutlich über 90% aller Nutzer mit dem drauf laufenden Xandros absolut zufrieden wären. In etwa gleichzeitig fixt Microsoft die letzten Bugs an seinem Windows 7, das nun auch auf Netbooks lauffähig sein soll und unheimlich einfach unglaublich viele Features zugänglich machen will, die Windows bei erfahrenen Anwendern schon immer hatte. Und ungefähr zeitgleich stellt sich heraus, dass es gar nicht so kompliziert ist, googles Handy-Plattform Android auf dem Netbook zum Laufen zu bringen.

Während also ich die Fürs und Widers einer Ubuntuinstallation abwäge, entsteht eine Art echte Konkurrenz auf dem Betriebssystemsmarkt. Schnell wird sich nämlich über Systeme wie eben Xandros herausstellen, dass Windows eigentlich viel zu advanced für den Großteil seiner Nutzer ist, die eigentlich nur Emails lesen und die darin enthaltenen Bilder ausdrucken wollen. Und schnell wird den Benutzern klar, dass sie eigentlich gare keine Ultimate-Version eines Microsoft-OS benötigen, sondern eher die Home-Variante – dass aber ein Android oder Xandros oder Winbuntu dieselben Funktionen preiswerter bereitstellt. Und dass man das Betriebssystem wechseln kann, sieht man an den vielen rechnerähnlichen Geräten, wie XBox, PS3, dem Netbook und dem Mac mini, die über die Zeit zu Hause Einzug gehalten haben.

BIOS-Update für den eee-PC

Der Weihnachstmann hat mir, wegen seines hohen Alters, und weil ich mir es gewünscht habe, den eee-PC 900A unter den Baum gelegt.

Das darauf befindliche Xandros läuft so vor sich hin und ist eiegntlich ein gutes Surf- und Officesystem. Trotzdem werde ich mir ein Ubuntu draufspielen. Die Zeit bis zur Ankunft des externen Laufwerks habe ich mit einem Speicher- und BIOS-Update verbracht.

Asus verlinkt von der eee-Family-Seite falsch – drum hier der richtige Link zum BIOS für den 900A. Wie es gemacht wird steht hier. Bei mir bewirkt das Update, dass der Lüfter nun seltener und leiser anspringt. Das Speicherupdate schadet zumindest nicht – will man weiterhin Xandros benutzen, bringt es aber auch nichts, da Xandros nur 1GB erkennt für mich fühlt sich das System nun etwas schneller an – das kann aber allein der psychischen Komponente des Speicherausbaus zuzuschreiben sein.

SMB mit dem eee

Puh. Noch bevor der Morgen graut ist es geschafft. Ich kann mit dem eee-PC auf meine heimische Musiksammlung zugreifen, die auf einem WinXP-Home-Rechner liegt.

Das Problem bestand darin, dass beim Zugriff via SMB immer eine Benutzer/Passwort-Abfrage  aufpoppte – und das, obwohl XP-Home das weder verlangt, noch überhaupt anbietet. Da sowohl MacOSX als aber auch Ubuntu problemlos drauf zugreifen konnten, konnte es nur am Xandros liegen. Auf der eee-Konsole klappte SMB auch sofort:
smbclient //rechner/share/
also konnte es nur ein KDE-Problem sein. Da hier aber scheinbar kein smb4k werkelt und keine sichtbaren Konfigurationsmöglichkeiten existieren, musste ich recht lange suchen, bis ichs hatte.

Zum Glück läuft auf dem eee ein nahezu vollständiges KDE3. Von der Konsole aus lässt sich also der Konqueror starten, der zum Glück im KDE-Startscreen startet, dort also auch den Punkt Settings anbietet. Über Settings > Network > ksambaconfig (Windows-Netzwerk) lässt sich nun die Sicherheitsstufe von „Freigabe“ auf „Benutzer“ umstellen – und schon klappts.

Umständlich zwar, aber es läuft. Und schon überlege ich, ob ich das xandros nun nicht doch behalte – immerhin ists das erste Linux, das aus dem Standby aufwacht…

dpkg und eee-PC

Wer wie ich gestern seinen kleinen eee-PC ausgepackt hat und sie Nacht damit verbracht hat, per apt oder irgendwie anders software zu installieren, dem sei dieser Post ans müde Herz gelegt. Anders, als die vielen Fehlermeldungen Glauben machen, hat nicht die Paketverwaltung einen Schaden, sondern lediglich Perl. Das Herunterladen eines funktionierenden Pakets und anschließendes Kopieren haben zum Ziel geführt. Hut ab! Das hätte ich nie herausbekommen.

Dennoch wird schon anfang nächsten Jahres ein Ubunu im winzigen eee werkeln, weil mir das Xandros zu suspekt ist. Es beweist eindrucksvoll, dass Linux kein Windows wird, indem man den Fenstern graue Hintergründe und rote Schließen-Knöpfe verpasst. Das radikale Weglassen wichtiger Konfigurationsmöglichkeiten unter Xandros zwingt den unbedarften User auf die shell – und dort sollte er eigentlich einen soliden Linux-Unterbau vorfinden. Besser wären aber, wie in Ubuntu, einfach die passenden Werkzeuge.