iPad als Feuerprobe

31.01

Alle haben Apples iPad entgegengefiebert, nicht alle, um es zu besitzen, sondern einige auch, um ihren Besitz zu mehren.

Unter den Letzteren dürften an erster Stelle die Verlage stehen, die im iPad eine neue Chance sehe, ihren immergleichen Content ein weiteres Mal zu verhökern. Michalis Pantelouris schreibt in seinem Blog, dass vielen Journalisten der Unterschied der Medien vielleicht gar nicht klar ist, dass der durchschnittliche Online-Leser am Rechner seines Büros liest, dass das iPad aber viel intimer sei. Man nimmt es mit ins Bett, die Bahn, aufs Klo.

Ich sehe im iPad eine riesige Chance verstreichen. Es wird in kürzester Zeit eReader vom Markt fegen. Wenn man jetzt alle Kraft bündelt, und endlich anfängt, für elektronische Geräte zu publizieren, dann könnte der Leserschwund abnehmen. Die Chance des iPad besteht nämlich vor allen Dingen darin, dass sein Format und seine Handhabe der Zeitung so ähnlich sind, dass man eine iPad-Publikation auch als Zeitung ausgedruckt zweitverwerten kann.

Das iPad stellt auch Dinosaurier Adobe vor die Wahl, sich grundlegend zu erneuern, oder zuzusehen, wie zumindest Flash schneller und schneller aus dem Netz verdrängt wird. Unter den Kommentatoren im Flash-Blog scheint niemand traurig darüber zu sein…

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4 Kommentare zu “iPad als Feuerprobe

  1. arnalyse sagt:

    „Ich sehe im iPad eine riesige Chance verstreichen. “
    Schön dass du das Verstreichen betonst. Denn es scheint vollkommen normal zu sein, Print-Layouter & -Grafiker zu beschäftigen, aber für eine Finanzierung eines ähnliches Ergebnisses auf dem iPad scheint kein Geld vorhanden zu sein…

    • cyberer sagt:

      Ich glaube, eine iPad/iPhone-Publikation müsste mindestens 5.000, eher 10.000€ pro Monat einspielen. Die dafür vorher nötigen Investitionen würde ich mit einer Mio € beziffern. Ich glaube den Mut, das zu versuchen, haben zu wenige.

  2. arnalyse sagt:

    eine Million? ist das nicht ein wenig happig? ich würde im ersten Jahr mit ca. 500’000 € rechnen.

    10.000 € / Monat sollten aber zu schaffen sein, wie die GQ eindrucksvoll bewiesen hat: http://www.minonline.com/news/GQ-Sells-18000-Issues-on-iPhone_13279.html

    • cyberer sagt:

      in der Million ist die nötige Werbung schon mit drin. Der Nachrichtenmarkt ist da relativ hart umkämpft und eine App aus diesem Umfeld muss deutlich mehr bieten, als der eingebaute Safari.

      Du hast aber Recht, wenn die angesprochene Zielgruppe nur groß genug ist, sollten die 10.000€ kein größeres Problem darstellen.

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