mächtig geirrt

Am Freitag hatte ich ein sehr angenehmes Gespräch. Es handelte im Großen und Ganzen vom Internet und warum die großen Verlage so unter dem Internet leiden müssen. Grundsätzlich sind sie selbst Schuld, weil sie, anders als die unter Piraterie leidende Musikindustrie, es selbst waren, die ihre Inhalte kostenlos ins Netz gestellt haben. Im meinte, dass sie das nur aus nackter Angst machen, da es niemals einfacher war, von einem Sechzehnjährigen im Kinderzimmer ausgespielt zu werden. Die wirklich erfolgreichen Portale sind eben nicht von Verlagen initiiert.

Aber auch in der Preinternetzeit gab es so etwas. In Berlin fanden sich zum Beispiel ein paar Leute, die einfach ein paar Kleinanzeigen ausdruckten und vervielfältigten, und damit den Berliner Tageszeitungen gehörig Angst machten. Die zweitehand bot einen billigeren und besseren Kleinanzeigenmarkt, als ihn die Tageszeitungen hatten. In Berlin setzte man noch in den 90’ern einen alten Kühlschrank oder eine Wohnung ganz selbstverständlich in die zweitehand. Nur zwanzig Jahren nach ihrer Gründung hat die zweitehand das Internet verschlafen.

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Ein Kommentar zu “mächtig geirrt

  1. gerriT sagt:

    Ja, genau so war’s…

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