Warum ich nicht YAMLe

„Yet Another Multicolumn Layout“ (kurz: YAML) ist ein (X)HTML/CSS Framework zur Erstellung moderner, flexibler Layouts auf Grundlage von float-Umgebungen. Dabei stehen ein Höchstmaß an Flexibilität für den Webdesigner und Zugänglichkeit für die Nutzer im Vordergrund.

tsp-browser-statistik
Hier sehen wir eine überdurchschnittlich schlechte Browserstatistik. Schlecht, weil der Kunde selbst auf nicht unerheblich vielen Arbeitsplätzen ausschließlich den IE6 zum Surfen bereitstellt. Dennoch ist der IE6 dem baldigen Untergang geweiht und wird eher über kurz als über lang aus den Statistiken verschwinden. Angeführt wiederum wird diese Statistik von relativ modernen Browsern. Zählt man den IE7 dazu, würden also 83% der User mit modernen Browsern im Internet unterwegs sein.
YAML kümmert sich um den Rest.
yaml-browserIn der YAML-Statistik tauchen nur Randgruppenbrowser auf. Das (+) bedeutet,

dass auch alle Folgeversionen gleichermaßen fehlerfrei mit YAML zusammenarbeiten sollten.

Wir entwickeln moderne Websites, setzen moderne Anforderungen um und kümmern uns während dessen, dass wir keine veraltete Software aussperren. Ich werde aber niemals einen Firefox 3.5 zwingen, eine IE-Hacks-durchsetzte CSS-Datei parsen zu müssen oder auch nur unnötige Elemente im DOM vorzuhalten, damit eine Randgruppe, bei der ohnehin 80% des Internet schon nicht mehr funktionieren dürfte, im Zentrum der Entwicklung steht.
An erster Stelle steht die Funktionalität der Site und dann ihre Geschwindigkeit. An dritter Stelle kommt dann die Abwärtskompatibilität.

YAML kommt auch nicht in Frage, weil es seine Stärken in flexiblen Multicolumnlayouts ausspielt. Wir dagegen setzen hauptsächlich statische Magazinlayouts um, die seltenst dynamische Spaltenbreiten haben.
Ein weiterer Grund, YAML nicht einzusetzen ist die Fehlende Geschwindigkeits-Optimierung. So besteht das Framework aus mehreren Dateien, die den Seitenaufbau verzögern. Der Weg über @import – Befehle im Stylesheet bewirkt, dass in verschiedenen Browsern die Seite erst layoutlos angezeigt wird, bis die Styles interpretiert werden.

Zum Schluss werden im YAML-Grid allzuoft Styleanweisungen an IDs geknüpft, so dass sich zum Beispiel die Spalten nicht nach unten vervielfachen lassen. Die Klassenbenamung bezeichnet allzu oft das Aussehen, nicht die strukturelle Information eines Elements.

YAML ist gut und wichtig

Die sogenannte Frontendprogrammierung, also das Umstzen von Layouts in html-Struktur fristet oft ein Schattendasein. Sie wird oft entweder vom Backendprogrammierer oder vom Layouter mitgemacht. Da entsteht schnell Frust, wenn es im IE mal nicht tut, und gern werden Layout-Details nicht umgesetzt, weil sie nicht lösbar scheinen. Allgemeine CSS-Regeln, sinnvolle Benamung, Wiederverwendbarkeit und möglicherweise Barrierefreiheit stellen oft eine zu hohe Hürde dar.
Hier spielt ein Framework seine Stärken aus. YAML bietet ein funktionierendes Grid, in das man nur noch eigene Elemente basteln muss, nur diese müssen auch in css umgesetzt werden, das Grid ist erstaunlich flexibel.
Positiv ist auch, dass viele Elemente mitdesignt werden, die man sonst schnell vergisst. So finden sämtliche Formularelemente Beachtung und es gibt extrem sinnvolle print-Stylesheets zum Ausdrucken der Seite.

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