Die Macht der Werkzeuge

Vor einiger Zeit durfte ich mal ein Interview mit Ian O´Brian Docker führen. Der Junge hatte damals ein Album erfolgreich auf dem deutschen Markt platziert. Das erstaunliche daran war, dass er alle Instrumente eingespielt und alle Stimmen gesungen hat. In seinem Studio. Im Keller.
Als er fertig war, fuhr er einfach mit der fertigen CD zur Plattenfirma und ließ sie dort vervielfältigen. Dass sie schließlich so erfolgreich wurde, ist der Macht der Firma zu verdanken.

Heute „followe“ ich einigen Künstlern bei Youtube. Gut, eigentlich sind es noch Kinder, wohnen oft zu Hause oder haben gerade ihr Studium angefangen. Sie produzieren im Schnitt einen Song pro Woche, den sie allein oder mit Freunden einspielen, abmischen und hochladen. Das geschieht so unglaublich professionell, dass ich kein Bisschen das Verlangen verspüre, eine CD eines „Major-Acts“ zu kaufen.

Vielleicht mache ich damit die gute alte Musikindustrie kaputt, vielleicht sie sich aber auch selbst. Um eine Platte zu produzieren brauche ich kein Studio mehr, kein teures Equipment. Für eine hohe Reichweite benötige ich kein teures Marketing. Ich weiß nicht, wo noch Platz für große Verlagsgesellschaften ist, sicher ist nur, dass sie für die Musik-Produktion und -Distribution nicht mehr zwingend nötig sind.

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