PIs durchs Design

Lang und breit wird in zyklisch wiederkehrenden Meetings über PI-Verlusste – selten über Zuwächse – diskutiert. Schuldige sind schnell gefunden: Entwickler, Entwickler und manchmal auch Entwickler.

Das PI (Pageimpression), also der einzelne Seitenaufruf, ist leider immernoch die einzige Möglichkeit des Schwanzvergleichs IVW-gezählter Seiten. Ich selbst habe ja gar keine Zeit, Seiten aufzurufen. Um in der Flut meiner 140 abonnierten Blogs und Usergroups nicht komplett unterzugehen, surfe ich längst nicht mehr umständlich von Seite zu Seite, sondern lese in Ruhe und im Reader.

Gleichwohl haben sowohl Nico als auch Ben_ ihre Abonnements gekündigt, klicken im Web auf Seiten und verfolgen Änderungen auf Seiten wie dieser, die für mich doch immer gleich aussieht.

Zeitung ist mir zu sehr Nutztier, als dass ich sie lesen könnte – mein Reader abstrahiert gekonnt den Inhalt aus Werbung und zahlreichen mehr oder weniger blöden Klicktools heraus und präsentiert mir reine Information.

Würde Zeitung, und das gilt nicht für eine einzelne Distributionsform, mehr auf ihre Präsentation achten, ihren vielleicht wertigen Innhalt auch wertig verpacken, oder die Packung gar dem Inhalt anpassen, würde sie neugierig machen. Sie würde Klicks mit Glück, dem Gefühl, sich etwas wunderschönes angesehen zu haben erzeugen – und nicht mit der Gier oder der Befriedigung irgendeines niederen Verlangens.

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