css – übers Ziel hinaus…

Wenige Projekte haben einen einzelnen Webentwickler. Meistens teilen sich die Entwicklung mehrere Menschen – oder gar unterschiedlichste Firmen. Dadurch besteht in hohem Maße Normierungsbedarf. Das beweisen unzählige Posts über perfektes Markup.
Das genau ist auch der Grund, warum ich mich hier immer wieder damit befasse. Auch, wenn wir schon lange dabei sind – und auch, wenn wir glauben, dass wir das bis jetzt eigentlich ganz gut hinbekommen haben, ja, auch, wenn wir glauben, dass wir das aus irgendeinem Grund perfekt können – auch dann sage ich:
Wir stehen erst am Anfang!
Wir haben hier noch keine Microformats behandelt, keine komplexen AJAX-Transformationen, nicht die autonomen Agenten – wir betrachten HTML und Markup immer eindimensional – so, als wäre es allein dazu da, Buchstaben in einem Browser bunt zu machen.
So auch Andreas Dölling mit seinem Post im Pisto. Einsprachigkeit mahnt er an und Semantik und auch er streift, was ich für immer wichtiger halte: Die Hervorhebung von Funktionalität im Markup. Unabhängig davon, dass es vielleicht im Moment genügt, zu schreiben:

<div class=“post-footer“>
    postet by <i>cyberer</i> on <span>September, 22th at 23:00</span>, 0 comments, Tags: css, HTML, Klugscheißerei
</div>

würde dieses Markup:

<div class=“post-footer“>
    postet by <span class=“author“>cyberer</span> on
    <span class=“date“>September, 22th at 23:00</span>,
    <span class=“comment-counter“>0 comments</span>,
    Tags: <ul class=“keywords“>
        <li>css</li>
        <li>HTML</li>
        <li>Klugscheißerei</li>
    </ul></span>
</div>

unbeschadet einen Relaunch überstehen.
Danach schießt Andreas Dölling aber etwas übers Ziel hinaus. Er schlägt vor, die Reihenfolge der Eigenschaften im Style nach einer Hirearchie zu bestimmen. Zuerst grobe Grid-Funktionen, zum Schluss Farbe und Schrift. Oft schreibe ich meine Styles in genau dieser Reihenfolge, außer, ich kopiere sie zwischenzeitlich aus Firebug, dann nämlich sind sie alphabetisch, und genau so, wie Nico es fordert. Ich sage: egal! Alphabetisch ist ebenso umständlich, wie, sich bei jeder Eigenschaft aufs neue ihrer Wichtigkeit zu entsinnen.
Danach gehen sie allerdings mit Dölling durch. Er fordert, alle Eigenschaften für ein Element in eine Zeile zu schreiben. Das mag zwar gut aussehen, weil einzelne Blöcke leichter zu überschauen sind – ist aber schlichtweg nicht wartbar. Mit fällt auch kein Editor an, der soetwas sinnvoll anzeigen könnte. Und selbst, wenn meine Augen endlich auf einem 27-Zöller ruhen dürften, würde ich keine halbmeterlangen Zeilen lesen müssen wollen.

Im Markup stehen wir erst am Anfang.

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