Das Web wird schneller

Beim Schreiben unserer Seiten achten wir mehr und mehr auf Geschwindigkeit. CSS-Sprites, optimierte Javascripte, schneller und schlanker Code, Nachladen über AJAX, Anpassen der Serverstruktur, Aufbohren unseres Netzwerks und Tweaken der Hardware sind nur einige Tricks, die Seiten ein kleines Stück schneller auf den Schirm zu zaubern.
Gleichzeitig arbeiten die Browserhersteller daran, unsere Seiten schneller zu interpretieren. In der HTML-Performance scheint man nicht mehr viel rausholen zu können. Die IE-Entwickler haben die Anzahl der parallelen Connections pro Server hochgesetzt, was das Nachladen von Bildern und Scripten beschleunigt. Da dürfte der Explorer nun ungefähr gleichauf mit seinen Konkurrenten liegen. Diese, also Mozilla, Webkit und Google machen in letzter Zeit mit ihrer Javascript-Performance immer häufiger von sich reden. Die Webkit-Entwickler haben mich schon mit der Ankündigung von Squirrel-Fish neugierig gemacht, immerhin wollen sie damit einen der bislang schnellsten Browser deutlich schneller machen.

Kein Bock auf Überholspur

So sehr ich mich auf Squirrel-Fish und Trace-Monkey freue, so sehr ich die google-V8 bewundere, so sehr ist das eigentlich nur eine theoretische Betrachtung. Bedenkt man, dass auf unseren Seiten gerade der IE7 in der Browserstatistik ganz knapp den IE6 überholt hat, immerhin dicht gefolgt vom Firefox 3, folgt daraus ganz klar, dass die Mehrheit der Surfer gar keine Lust hat, Seiten schneller, richtiger oder sicherer zu sehen.
Sie wollen sie einfach nur sehen.
Gerrit van Aaken prognostiziert, dass User gegenüber aufwändigen Webapplikationen Verständnis entwickeln, wenn ihr veralteter Browser sie nicht richtig interpretiert. Wir haben meinberlin.de lieber IE6-sicher gemacht. Ich glaube nämlich nicht, dass jemand, der mit einem unmodernen Browser surft, jemals eine Applikation wie die yahoo-Pipes zu Gesicht bekommen wird. Und zwar nicht, weil sie ihn nicht interessiert – das kann er schließlich schlecht beurteilen – sondern weil sie auf veralteten Browsern einfach nicht läuft.
Ein mutiger Schritt von Yahoo, dem sich Ebay und ein Haufen ähnlich gern frequentierter Sites mal anschließen sollten. Wie schnell Webapplikationen in Zukunft laufen entscheiden nämlich nicht Browser- sondern Webentwickler.

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