nach dem Web 2.0

ben_ hat sich gerade gefragt, wo die autonomen Agenten bleiben. Diese Agenten sollen eines Tages asynchron im Netz Probleme lösen. Sie laufen also nicht auf dem eigenen Rechner oder einem Server, sie reisen ungebunden durch das Netz, um mir irgendwann die Lösung einer ihnen gestellten Aufgabe zu präsentieren.
So die Idee vor etwa fünf Jahren, als es im kommunikationswissenschaftlichen Seminar um die Zukunft des Netzes ging. Vor wenigen Jahren, als das Web 2.0 noch jung und unberührt war, dachte ich, dass diese Agenten das Web 3.0 ausmachen würden. Ben_s Frage, die sich auch mir beim Lesen seines Posts stellt ist, warum hat noch niemand mit der Programmierung angefangen?
Ich vermute, dass die Zeit noch nicht reif dazu ist.
Bislang versuche ich, meine Fragen selbst zu beantworten. Dazu besuche ich unzählige Seiten, mache dutzende Klicks, lerne dabei Nutzloses und Neues kennen.
Der Agent würde still vor sich hin recherchieren. Er würde andere Agenten fragen, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht, an wen er sich wenden könne – und würde irgendwann mir die eine Antwort präsentieren.
Ohne dutzende Klicks.
Ohne all die Anzeigen auf diesen Seiten, die Buchangebote zum Thema, oder den CDs, die Menschen gesucht haben, die auch nach einer Antwort auf meine Frage gesucht haben. Wir wissen einfach nur noch nicht, wie man damit Geld verdienen soll…

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3 Kommentare zu “nach dem Web 2.0

  1. ben_ sagt:

    Danke für die freunliche Worte, den Link uuund die spannende Ergänzung. „Wir wissen nur noch nicht, wie man damit Geld verdienen soll …“ mag mit Sicherheit einer der Gründe sein, warum wir noch keine autonomen Agenten haben. Es ist aber auch eine schöne Beschreibung für den allgemeinen Zustand des Netzes und der Blogsphäre.

    Trotzdem hält es viele Blogger nicht davon ab zu tun, was Blogger eben tun. Die Zeit mag noch nicht reif sein, für autonome Agenten. Ich glaube aber das liegt eher daran, dass zu deren Hochzeit niemand mit den kulturtechnologischen Umwälzungen der Blogsphäre und des Web2.0 gerechnet hat. Die Zeit für ein paar der Ideen hinter autonomen Agenten ist nämlich reif. Ich habe meinen Post nicht ganze ohne Hintergedanken geschrieben. Mehr will ich aber gerade noch nicht verraten. Nur soviel: ich schreibe gerade an einem ziemlich langen Artikel. :]

  2. cyberer sagt:

    Hey ben_
    Deinen Artikel habe ich gelesen und verharre immernoch in Ehrfurcht. Die Idee erscheint mir großartig, wenngleich meine Vorstellung vom autonomen Agenten damals von Deiner doch etwas abwich. In Zeiten der APIs, sozusagen im Web 2.2, sollte es nicht nur möglich sein, einen Artikel als Meme zu sehen und ihm die Fähigkeiten zu geben, autonom im Web zu agieren, es wäre beinahe fahrlässig, es nicht zu tun.
    Ich werde gleich nach meinem Urlaub anfangen, das in unser CMS zu implementieren.

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